Thomas Kleinen-Bassy

Kurze Biografie

Thomas Kleinen-Bassy hat an der Universität Maastricht Psychologie und Neurowissenschaften studiert und 2017 seine Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten erhalten. Während seines Studiums hat er sich bereits mit dem Verhalten von Hunden beschäftigt und sich zum Hundetrainer weitergebildet. Hundetrainer, zertifiziert durch die Tierärztekammer Schleswig-Holstein. 2014 hat er Luna’s Hundeschule, heute Euregio Tierakademie, gegründet und im Oktober 2015 den ersten Jahrgang seiner „Ausbildung zum Hundepsychologen“ erfolgreich gestartet. Im November 2016 und Februar 2018 organisierte und leitete er die Tagung „Hund und Psychologie“. In seinem Forschungsprojekt in Assoziation mit dem IEMT-Schweiz erforscht Herr Kleinen-Bassy das Interaktionsverhalten von Kindern und Hunden. 2017 Gründung und Vorsitzender des „Interdisziplinären Vereins für Mensch-Tier-Beziehungen (IVMT) e.V. Seit 2018 Vorstandsmitglied von ISAAT und seit 2019 Vorstandsmitglied im Verein „Psychologie & Gesundheit Aachen e.V. und berufen als Notfallseelsorger. Seit 2019 in eigener psychotherapeutischer Praxis tätig. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die hundegestützte Psychotherapie.

Als Veranstalter der Tagung „Hund & Psychologie“ hat sich Thomas Kleinen-Bassy das Ziel gesetzt, eine wissenschaftliche Integration der Psychologie rund um Hund und Mensch unter tierschutzrechtlichen, veterinärmedizinischen und humanpsychologischen Aspekten zu vereinen.

Vorträge

Der Hund als Helfer für wen?

Patient/Klient, Therapeut/Trainer und Hund in einer Beziehungs-Triade ergeben ein Konstrukt aus individuellen Lebewesen mit ihren unterschiedlichen Wünschen, Hoffnungen und Bedürfnissen an die Beziehungsparnter. Der Therapeut/ Trainer stellt das Grundgerüst des therapeutischen Prozesses. Dennoch ist auch er in der Beziehungstriade allen angenehmen, sowie auch belstenden Faktoren der Beziehung ausgesetzt. Gleiches „Ausgesetzt sein“ gilt auch für Hund und Patient/ Klient. In diesem Vortrag wird der Einfluss und Mehrwert des Einsatzes des Hundes in den therapeutischen Prozess für Patient/Klient und auch den Therapeuten/Trainer beleuchtet.t.

Meine persönliche Verantwortung gegenüber dem Hund

Nachdem der Einfluss und Mehrwert des Hundes im therapeutischen Prozess beleuchtet wurde stellt sich die Frage, wie wir in der therapeutischen Triade unserer Verantwortung gegenüber allen Beziehungspartnern gerecht werden kann. Die Verantwortung gegenüber dem Patienten/ Klienten ist den unterschiedlichen Berufsordnungen und ethischen Auseinandersetzungen noch mit am besten umschrieben. Das Thema Selbstfürsorge, Psychohygiene und Eigenschutz findet man andernorts ebenfalls gut diskutiert, wenn auch die Praxis hier nicht immer konform zu sein scheint. Es ist daher unumstritten, dass ich als Therapeut/ Trainer dem Patienten/ Klienten gerecht werden muss, in dem ich ihn respektvoll behandele und dessen Grenzen und persönlichen Wertvorstellungen respektiere. Die Verantwortung mir selber gegenüber wahre ich dadurch, dass ich meine eigenen Grenzen kenne, benenne und bereit bin mich für diese stark zu machen. Doch wie schaut es nun bei meinem treuen Partner, dem Hund aus? Benennt auch dieser seine Grenzen? Darf er seine Grenzen bennen, oder habe ich ihm unbewusst anderes beigebracht? Verstehe ich die Grenzen des Partners Hund? Respektiere ich diese? Setze ich mich dafür ein, dass diese auch von anderen Beziehungspartner respektiert werden, wenn dieses dies nicht tun? In diesem Vortrag werden die Grenzen des Einsatzes des Hundes in den therapeutischen Prozess für Patient/Klient und auch den Therapeuten/Trainer beleuchtet.

Der Hund als Freund und Helfer – Ausblick und Auftrag

Nachdem der Einfluss, Mehrwert und auch die Grenzen des Einsatzes des Hundes im therapeutischen Prozess beleuchtet wurden, müssen wir uns die Frage stellen ob wir unseren Patienten/ Klienten, uns selber und zusätzlich auch noch dem Hund/ einem Tier in einem therapeutischen Prozess und einer Beziehungstriade gerecht werden wollen und können. Sind wir unter allen Umständen bereit uns für alle drei Beziehungspartner schützend einzusetzen? Daraus resultiert neben den beschriebenen positiven Effeckten durch den Einsatz eines Hundes in einem therapeutischen Prozess, eine faire Abweägung von potentiellem Nutzen und potientellem Schaden für Patient/Klient, Therapeut/Trainer und Hund. Hieraus ergibt sich nicht nur ein Ausblick auf weitere Forschung in der Mensch-Tier-Beziehung sondern auch ein ganz invidueller Auftrag für jeden einzelenen von uns.