Prof. Dr. Reinhard Pietrowsky

Kurze Biografie

Studium der Psychologie an der Universität Tübingen (1978-1985). Wissenschaftliche Tätigkeiten an den Universitäten Ulm, Bamberg und Lübeck in der Sozialpsychologie, Biologischen Psychologie und Klinischen Psychologie. Ausbildung als Psychologischer Psychotherpeut (Verhaltenstherapie) und Approbation. Seit 1997 Professor für Klinische Psychologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Leiter der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz und des Ausbildungsgangs « Psychologische Psychotherapie » an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Zahlreiche Veröffentlichung im Bereich der Biologischen und Klinischen Psychologie.

Tagung HUP Dr. Pietrowsky

Vortrag

Träume – wie sie entstehen und welche Funktion sie haben

Träume sind ein faszinierendes und fantastisches Ereignis während unseres Schlafs. Seit je her haben die Menschen versucht, Träume zu verstehen und zu deuten. Auch heute ist noch nicht eindeutig klar, welche Funktion Träume haben oder ob sie überhaupt eine Funktion haben. Die wissenschaftliche Traumforschung geht davon aus, dass Träume eine adaptive Funktion haben, also helfen, uns an belastende oder bedrohliche Situationen anzupassen und uns auf diese vorzubereiten. Mit großer Wahrscheinlich träumen auch Hunde und es kann davon ausgegangen werden, dass die Träume bei Hunden die ähnlichen evolutionär-adaptiven Funktionen haben wie beim Menschen. In dem Vortrag werden die gegenwärtig relevanten Theorien zur Funktion des Träumens vorgestellt, die dahingehend zusammengefasst werden können, dass Träume eine wichtige Rolle bei der Problemverarbeitung und -bewältigung spielen und sie daher der emotionalen und sozialen Regulation und damit letztendendes der (psychischen) Gesundheit dienen. Es wird dargelegt, ob und inwiefern diese Funktion des Träumens auch bei Hunden eine wichtige Rolle für deren emotionale und soziale Regulation spielt.