Kate Kitchenham

Kurze Biografie

Kate Kitchenham hat Kulturanthropologie und Biologie mit dem Schwerpunkt Verhaltensforschung studiert und widmet sich seit 20 Jahren in unzähligen Fachartikeln, neun Hundebüchern und für verschiedene Fernsehformate (u.a. die serielle ZDF-Produktion „Der Haustier-Check“) besonders der Hund-Mensch Beziehung und aktuellen Erkenntnissen der Kaniden-Forschung. Sie trainiert in Lüneburg kleine Gruppen mit dem Schwerpunkt „Beziehung, Erziehung, Bindung“ und gibt ihr Fachwissen auf Seminaren und Vorträgen in ganz Deutschland und der Schweiz an Hundetrainer und interessierte Hundehalter weiter.

Vortrag

Ein Blick in die Praxis – wie Hunde und Menschen gut vorbereitet Gutes tun können.“

Hunde bereichern unser Leben, viele von uns möchten ihre fröhliche Begleitung im Alltag nicht missen. Was aber viele Hundehaltern selten realisieren: die Mehrheit der Hunde braucht  nicht nur feste Bindungen, um sich wohl zu fühlen, sondern sie freuen sich ähnlich wie wir über neue Herausforderungen, Lerninhalte und Aufgaben. Der Grund: die meisten Hunde tragen bis heute einen Arbeitsauftrag in ihren Genen, der leider selten abgefragt wird.  Besonders beliebt bei Hunden sind  dabei Aufgaben, die auf Kooperation mit ihrem menschlichen Bindungspartner setzt. Das gemeinsame Tun, die Bewältigung von Herausforderungen und gemeinsame Erfolgserlebnisse kann deshalb nicht nur sinnstiftend für Hunde wirken und dadurch für ausgeglichenes Wesen fördern, sondern die Bindung auch enorm befeuern. Gleichzeitig macht das positive Feedback des Menschen, die gemeinsam erfolgreich erbrachte Leistung selbstbewusst und bereit, weitere Herausforderungen des Lebens anzunehmen. Die Hintergrundmusik bei diesen Effekten spielen Botenstoffe, die beim Erleben von gemeinsamen Erfolgserlebnissen ausgeschüttet werden.  Kate Kitchenham erklärt die Neurochemie der Bindung und der Lernfreude, wie wir das Wissen um Botenstoffe gezielt für ein Training einsetzen können, das den Hund zum „klugen“ und „starken Hund“ macht, der sich den herausfordernden Aufgaben im Therapieeinsatz gewachsen fühlt. Doch welche „Aufgabe“ passt zum Hund und ist wirklich jeder Hund für den Einsatz im therapeutischen Bereich geeignet? Am Beispiel der Organisation „4 Pfoten für Sie – Hundebesuchsdienste für Menschen mit Demenz“, deren Patin Kate Kitchenham ist, wird erläutert, wie Mensch und Hund auf ihre gemeinsame Aufgabe optimal vorbereitet werden können: von der Auswahl der Teams im Eignungstest, Schulung im Krankheitsbild bis hin zum praktischen Einsatz mit dem Erkrankten und seiner Familie. Die Wirkung von so sorgfältig vorbereiteten Mensch-Hunde-Teams kann gerade in diesem Bereich sehr sinnstiftend sein – sowohl für den Besuchten als auch für Mensch und Hund. Sozusagen eine „Win-Win-Win Situation“! Glücklich machen macht eben glücklich – Mensch und Hund!