Kurze Biografie

 

Udo Gansloßer (*1956) ist Privatdozent für Zoologie. Seine wissenschaftliche Tätigkeit begann mit der Beschäftigung mit Baumkängurus, möglicherweise, weil deren recht unbeholfene Kletterversuche ihn an seine eigene sportliche Begabung erinnerten. Nach der Dissertation in Heidelberg kehrte er zum Bodenleben zurück und beschäftigte sich mit dem Sozialverhalten der Kängurus allgemein.

Am Zoologischen Institut Erlangen erhielt er 1991 die Lehrbefugnis. Seither hat er seine fachlichen Interessen auf andere Großsäuger ausgedehnt.

Seit einigen Jahren sind die Canidae (Hundeartige) einer der Schwerpunkte seiner Arbeitsgruppe, die sich interdisziplinär von rein zoologischen und tiermedizinischen Themen bis zu Fragen von Mensch-Hund-Beziehung, Tierschutzethik, Sozial- und Rechtswissenschaften erstreckt.

Tagung Hund Psychologie Aachen Referent PD Dr Udo Gansloßer

Referenzen:

Seit dem WS 2006/07 ist er Privatdozent für Zoologie am Zoologischen Institut und Museum der Universität Greifswald und seit SS 2007 auch Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena und führt regelmäßig Kurse in Verhaltensbiologie und Tiergartenbiologie durch, die durch einen. Biostatistikkurs an der Universität Würzburg, Sachgebiet Tierschutz abgerundet werden, sowie Gastvorlesungen an anderen Instituten (wie Institut für Tierhygiene und öffentliches Veterinärwesen).

In der Zoologischen Beratung des Filander Verlag übernimmt er Beratungstätigkeiten für Zoos, Tierparks und Tierheime, Fortbildungsveranstaltungen und Publikationsbetreuung.

Vorträge:

 

 

Beziehung und Bindung - verhaltensökologische und evolutionsbiologische Vorüberlegungen

Gerade im Sozialsystem der Hundeartigen finden wir eine Reihe von Beziehungstypen und die soziale, nicht-sexuelle Paarbindung als wichtige Prädispositionen für das später entstandene Mensch-Hund-Kooperationsteam. Ökologische, paläontologische und ethologische Befunde lassen auch nahelegen, dass zuerst die gemeinsame Reviernutzung und -verteidigung, dann die gemeinsame Jungtieraufzucht entstand, und die im Mensch-Hund-Bereich oft so hochgelobte Gruppenjagd eher ein sekundäres nützliches Beiwerk und nicht primäre Ursache für die kooperative Sozialstruktur der Caniden war.

Dies hat auch erherbliche Bedeutung für die Übertragung auf ethologisch sinnvolle Vorgehensweisen im Mensch-Hund-Kontext.

  • Name: PD Dr. Udo Gansloßer
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